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Jubelnde
Zustimmung, die bald in den Schlachtruf „Freiheit“ überging.
Etliche warfen dabei immer wieder ihre Arme in die Luft, nicht wenige
ballten die Fäuste. Arnold
blieb noch einige Momente auf dem Podium stehen und schaute, innerlich
freudig erregt, auf den von ihm hervorgerufenen Taumel. End-lich hatte er
ein, sein Publikum gefunden. |
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Inhalt |
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Als
Sven Torsten Arnold für 1.000 Euro wettet, eine Partei zu gründen, die
bereits bei der nächsten Wahl in den Bundestag kommen wird, ahnt er
nicht, was er damit angestoßen hat. Seine Idee, den Kampf gegen die Pädokriminalität
in den Mittelpunkt zu stellen, bringt ihn dem Ziel nicht näher. Erst
die Corona-Pandemie bedeutet die Wende. Eher zufällig wird Arnold zum
„Gesicht“ des Anti-Corona-Protests und damit auch für Leute
interessant, die mit seiner Hilfe politischen Einfluß gewinnen wollen.
Mit massiver Unterstützung eines Instituts für Politik- und
Sozialwissenschaft IPS gelingt endlich die Parteigründung. „Die
Neudenker“ werden von den etablierten Parteien argwöhnisch beäugt.
Um die Konkurrenz schnell loszuwerden, versucht man sie in die rechte
Ecke zu stellen. Das mißlingt jedoch, auch weil Arnold mit der
Ko-Vorsitzenden Annkathrin Grifus ein attraktives Gespann bildet. Bei
der Bundestagswahl werden die Neudenker die stärkste Partei. In ihrer
Not schließen die Verlierer eine Vierfarben-Koalition, die wegen ihrer
inneren Widersprüche chaotisch regiert und immer mehr an Zuspruch
verliert. Klammheimliche Hintergrundgespräche mit Teilen der Koalition
eröffnen den Neudenkern eine wachsende Machtoption. Das Kanzleramt
winkt. Arnold macht sich Hoffnungen. Doch der „Council of Global Welfare“ CGW, eine verschwiegene Gruppe einflußreicher Wirtschaftsleute, der hinter der Parteigründung steckt, hat andere Pläne. |
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