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Der Antrag auf Satzungsänderung zugunsten einer einzigen Person an der Parteispitze – ei-ner Vorsitzenden, darauf lief es doch hinaus – hatte ihm einen Faustschlag in die Magengrube versetzt. Aber mal ehrlich: Hätte ihm nicht schon damals nach dem Gespräch mit Domeyer und Pilagus – man konnte mit Fug und Recht auch von einer Erpressung sprechen – eigent-lich klar sein müssen, daß die Grifus nicht nur Kanzlerkandidatin werden wollte, sondern außerdem versuchen würde, ihn mit Unter-stützung ihrer Lakaien ganz ins Abseits zu drängen? Diese Frau von so attraktivem Äußeren hatte einen eisenharten Kern. Kalt, nein, in nahezu erniedrigender Weise hatte sie ihn zurückgewiesen.

Aus „Die Falschdenker“

 

 

 

 

 

 

     Wolfgang Sanden

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